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Website-Relaunch ohne Rankingverlust: So behalten Sie Ihre Google-Positionen.

Eine neue Website soll mehr Anfragen bringen, nicht weniger. Beim Website-Relaunch gehen Rankings aber oft verloren, weil alte Adressen plötzlich ins Leere führen. Hier lesen Sie, wie Sie mit sauberen 301-Weiterleitungen Besucher und Google-Positionen mitnehmen.

Aktualisiert
Lesezeit
ca. 7 Minuten
Autor
Iven Krüger
Thema
Websites & SEO
Kurz gesagt

Ändern sich beim Website-Relaunch die Adressen, muss jede alte URL per 301-Weiterleitung auf ihre passende neue Seite zeigen. Dazu kommen aktualisierte interne Links, eine neue Sitemap und etwas Geduld: Laut Google schwankt die Sichtbarkeit während eines Umzugs vorübergehend und pendelt sich danach wieder ein.[1]

Warum beim Website-Relaunch Rankings verloren gehen

Für Google besteht Ihre Website aus einzelnen Adressen. Jede Seite, die in der Suche erscheint, hat ihre eigene URL, und ein Umzug wird von Google entsprechend URL für URL verarbeitet.[1]

Wird beim Website-Relaunch aus /leistungen/webdesign/ plötzlich /webdesign/, und die alte Adresse zeigt nur noch eine Fehlerseite, landen Besucher aus der Google-Suche, aus Lesezeichen und von verlinkenden Websites im Nichts. Typische Auslöser sind ein neues CMS, eine neue Seitenstruktur oder umbenannte Bereiche, etwa aus „Blog" wird „Ratgeber".

Website-Relaunch mit 301-Weiterleitungen: Alte URLs wie /leistungen/webdesign, /kontakt-alt und /blog/seo-tipps werden auf die neuen URLs /webdesign, /kontakt und /ratgeber/seo-tipps umgeleitet.
Das Prinzip: Jede alte Adresse zeigt per 301-Weiterleitung direkt auf ihre neue Entsprechung.

301-Weiterleitungen kurz erklärt

Eine Weiterleitung schickt Besucher und Suchmaschinen automatisch von einer alten Adresse zur neuen. Für dauerhafte Änderungen empfiehlt Google serverseitige permanente Weiterleitungen mit den Statuscodes 301 oder 308.[2] Die Sorge, dabei Linkkraft zu verlieren, ist unbegründet: Laut Google haben 301- und andere permanente Weiterleitungen keine negativen Auswirkungen auf den PageRank.[1]

301 / 308: dauerhaft umgezogen
richtig für den Relaunch[2]
302 / 307: nur vorübergehend
nicht für dauerhafte Umzüge[2]
404 / 410: Inhalt gibt es nicht mehr
für gelöschte Seiten ohne Ersatz[1]

Eingerichtet werden Weiterleitungen je nach System in der Serverkonfiguration, etwa der .htaccess, oder über die Weiterleitungsfunktion des CMS.[1] Bei WordPress geht das zum Beispiel komfortabel über ein SEO-Plugin.

Der Website-Relaunch in drei Phasen

Die folgenden Schritte orientieren sich an Googles Anleitung zur Websitemigration.[1] Bei einem Website-Relaunch für eine typische Firmenwebsite sind sie in wenigen Stunden erledigt, wenn man sie rechtzeitig plant.

  1. 01Vor dem LaunchAlte Adressen erfassen
    • Alle bisherigen URLs sammeln, etwa aus der Sitemap, dem Analyse-Tool, dem Linkbericht der Search Console oder direkt aus dem CMS.
    • Mit den wichtigsten Seiten beginnen: die mit dem meisten Traffic und den meisten externen Links.
    • Jeder alten URL eine passende neue zuordnen. Diese Liste ist das Herzstück des Relaunchs.
    • Bilder und PDFs nicht vergessen, auch sie können Besucher über die Suche bringen.
    • Interne Links und Canonical-Angaben auf die neuen URLs umstellen und eine neue Sitemap vorbereiten.
  2. 02Am Launch-TagUmschalten und testen
    • Die Weiterleitungen aktivieren, möglichst serverseitig als 301.
    • Sperren aus der Testphase entfernen, also noindex und blockierende Regeln in der robots.txt.
    • Stichproben prüfen: alte Adressen aufrufen und mit dem URL-Prüftool der Search Console testen.
    • Die neue Sitemap in der Search Console einreichen.
    • Nur bei einem Domainwechsel: das Tool zur Adressänderung nutzen. Für geänderte Pfade innerhalb derselben Domain ist es nicht nötig.[3]
  3. 03Nach dem LaunchBeobachten und nachbessern
    • In der Search Console auf „Nicht gefunden“-Fehler, den Sitemap-Bericht und die Suchleistung achten.
    • Wichtige externe Links und eigene Profil-Links, etwa in sozialen Netzwerken, auf die neuen Adressen ändern lassen.
    • Die Weiterleitungen möglichst lange behalten, mindestens ein Jahr, idealerweise dauerhaft.
    • Geduld haben: Bei kleinen und mittelgroßen Websites dauert es laut Google in der Regel einige Wochen, bis die meisten Seiten umgezogen sind.

Zusammengefasst nach Google Search Central: Website migrieren.[1]

Häufige Fehler

  • Alles auf die Startseite umleiten. Google rät davon ab, viele alte URLs auf ein einzelnes, unpassendes Ziel wie die Startseite zu schicken. Das verwirrt Nutzer und kann als „Soft 404“ gewertet werden.[1]
  • Weiterleitungsketten wie A → B → C. Google empfiehlt, direkt auf das endgültige Ziel weiterzuleiten.[1]
  • Die noindex-Einstellung der Testumgebung beim Launch vergessen.[1]
  • Interne Links, die weiter auf alte Adressen zeigen und so unnötige Umwege erzeugen.[1]
  • Weiterleitungen nach ein paar Wochen wieder löschen.[1]
  • Domain, CMS und Design gleichzeitig ändern. Google empfiehlt, solche Änderungen nacheinander vorzunehmen.[1]

Aus der Praxis

Auch beim Website-Relaunch von velury.de haben sich Adressen geändert. So ist zum Beispiel unser Impressum von /rechtliches/ nach /impressum/ umgezogen. Die alte Adresse war noch bei Google bekannt und leitet deshalb per 301 auf die neue Seite weiter, statt eine Fehlerseite zu zeigen.

Relaunch mit Velury Neue Website, alte Rankings Wir planen Ihren Relaunch so, dass bestehende Adressen sauber auf die neuen Seiten führen.

Fazit

Ein Website-Relaunch kostet keine Rankings, wenn die alten Adressen nicht einfach verschwinden. Wer vorab eine vollständige Liste der URLs anlegt, jede Seite per 301 auf ihre neue Entsprechung weiterleitet und nach dem Launch die Search Console im Blick behält, nimmt Besucher und Sichtbarkeit mit. Kurze Schwankungen gehören dazu und pendeln sich wieder ein.

Häufige Fragen

Verliere ich beim Website-Relaunch zwangsläufig Rankings?

Nicht zwangsläufig. Laut Google kann die Sichtbarkeit während eines Umzugs vorübergehend schwanken. Das ist normal, und das Ranking pendelt sich nach einer Weile wieder ein.[1] Dauerhafte Verluste entstehen vor allem, wenn Weiterleitungen fehlen oder falsch gesetzt sind.

Wie lange dauert es, bis Google die neuen Adressen übernimmt?

Bei kleinen bis mittelgroßen Websites laut Google in der Regel einige Wochen, bei größeren länger. Eine eingereichte Sitemap kann den Prozess beschleunigen.[1]

Wie lange muss ich die Weiterleitungen behalten?

Google empfiehlt mindestens ein Jahr. Aus Nutzersicht ist es ideal, sie dauerhaft beizubehalten.[1]

Brauche ich Weiterleitungen, wenn die Adressen gleich bleiben?

Nein. Wenn sich nur Design oder Hosting ändern, die URLs aber gleich bleiben, sind keine Weiterleitungen nötig. Google hat für diesen Fall eine eigene Anleitung.[1]

Was mache ich mit Seiten, die es nicht mehr gibt?

Gibt es eine inhaltlich passende neue Seite, leiten Sie dorthin weiter. Wurden mehrere alte Seiten zu einer zusammengefasst, dürfen alle auf diese eine Seite zeigen. Gibt es keinen Ersatz, sollte die alte Adresse einen 404- oder 410-Status liefern.[1]

Quellen

Abgerufen am 26.09.2026. Einschätzungen ohne Quellenangabe beruhen auf unserer Projekterfahrung.

  1. Google Search Central: Website migrieren (Websiteverschiebung mit URL-Änderungen). developers.google.com
  2. Google Search Central: Weiterleitungen und die Google Suche. developers.google.com
  3. Search Console-Hilfe: Tool zur Adressänderung. support.google.com
Iven Krüger

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