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Ratgeber · SEO

Lokales SEO: So finden Kunden aus der Region Ihr Unternehmen.

Wer „Elektriker Mannheim" oder „Friseur in der Nähe" sucht, entscheidet sich meist für einen der ersten Treffer. Hier erfahren Sie, wie lokales SEO funktioniert, wie Google lokale Ergebnisse sortiert und was Sie selbst tun können, um dort aufzutauchen. Vieles davon kostet nur etwas Zeit.

Aktualisiert
Lesezeit
ca. 8 Minuten
Autor
Iven Krüger
Thema
SEO & Sichtbarkeit
Kurz gesagt

Für lokales SEO zählen vor allem drei Dinge: ein vollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil, eine Website mit klaren Angaben zu Ort und Leistungen und echte Bewertungen zufriedener Kunden. Das meiste davon können Sie selbst umsetzen, ganz ohne Werbebudget.

So funktioniert lokales SEO bei Google

Wer nach einem Betrieb in der Nähe sucht, etwa „Elektriker Mannheim", bekommt in der Google Suche und in Google Maps lokale Ergebnisse angezeigt.[1] Diese Einträge sehen Suchende, oft noch bevor sie überhaupt eine Website öffnen.

Lokales SEO: Suchergebnis für „Webdesign Mannheim“ mit Karte und drei Betrieben, darunter die drei Faktoren Relevanz, Entfernung und Bekanntheit
Lokales SEO: Für die Auswahl in der Karte zählen vor allem Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.

Laut Google basieren lokale Suchergebnisse hauptsächlich auf drei Faktoren:[1]

beeinflussbar

Relevanz

Passt Ihr Profil zu dem, wonach gesucht wird? Das steuern Sie über Kategorie, Leistungen und Beschreibung.

nicht beeinflussbar

Entfernung

Wie weit liegt Ihr Betrieb vom Suchenden oder vom gesuchten Ort entfernt? Daran können Sie nichts ändern.

beeinflussbar

Bekanntheit

Wie bekannt ist Ihr Unternehmen? Dazu zählen etwa die Zahl der Websites, die auf Sie verweisen, und die Zahl Ihrer Rezensionen.

Zwei der drei Faktoren haben Sie also selbst in der Hand. Ein besseres lokales Ranking lässt sich laut Google dagegen weder einfordern noch kaufen.[1]

Das Google-Unternehmensprofil

Das kostenlose Google-Unternehmensprofil, früher als „Google My Business" bekannt,[8] ist Ihr Eintrag in der Google Suche und in Google Maps. Laut Google werden Unternehmen mit vollständigen und korrekten Informationen mit größerer Wahrscheinlichkeit in den lokalen Ergebnissen angezeigt.[1] Diese Schritte lohnen sich, in dieser Reihenfolge:

  1. Profil beanspruchen und bestätigenEin bestätigtes Unternehmen wird laut Google mit größerer Wahrscheinlichkeit angezeigt.[1] Gibt es schon einen Eintrag, übernehmen Sie ihn, statt einen zweiten anzulegen: Google sieht nur ein Profil pro Unternehmen vor.[2]ca. 15 Min.
  2. Die richtige Hauptkategorie wählenGoogle empfiehlt, so wenige Kategorien wie möglich und diese so präzise wie möglich zu wählen,[2] also eher „Elektroinstallateur" als „Handwerker".ca. 5 Min.
  3. Leistungen, Öffnungszeiten und Kontakt vollständig ausfüllenInklusive spezieller Öffnungszeiten, etwa an Feiertagen.[1]ca. 20 Min.
  4. Echte Fotos hochladenMit Fotos und Videos zeigen Sie laut Google, was Sie anbieten.[1] Zum Beispiel Team, Räume, Fahrzeuge und fertige Arbeiten.ca. 30 Min.
  5. Aktuell haltenGeänderte Zeiten und Angaben sofort eintragen. Sind Ihre Informationen nicht korrekt, erscheint Ihr Profil laut Google möglicherweise nicht bei passenden Suchanfragen.[1]laufend

Ihre Website als Fundament

Google nutzt für Ihr Profil auch Informationen von Ihrer Website und aus anderen Quellen.[2] Je klarer Ihre Website sagt, was Sie wo anbieten, desto besser passt das zusammen.

  • Ort und Leistung stehen im Seitentitel, zum Beispiel „Elektriker in Mannheim | Muster-Elektrik".
  • Jede wichtige Leistung hat eine eigene Seite, statt dass alles auf einer Seite steht.
  • Name, Adresse und Telefonnummer sind überall identisch: auf der Website, im Impressum und im Google-Profil.
  • Die Seite lädt schnell und funktioniert auf dem Smartphone.
  • Mit strukturierten Daten für lokale Unternehmen (LocalBusiness) können Sie Google zum Beispiel über Ihre Öffnungszeiten informieren.[7]

Eine eigene Seite für jeden Ort?

Seiten für Nachbarorte können sinnvoll sein, wenn Sie dort wirklich tätig sind und etwas Konkretes zu sagen haben, etwa Referenzen oder Hinweise zur Anfahrt. Viele fast identische Seiten, auf denen nur der Ortsname getauscht ist, können dagegen unter Googles Spamrichtlinien zu Brückenseiten fallen.[6] Lieber wenige Seiten mit echtem Inhalt.

Bewertungen richtig sammeln

Bewertungen wirken doppelt: Laut Google können mehr Rezensionen und positive Bewertungen das lokale Ranking verbessern,[1] und sie helfen Ihren Kunden bei der Entscheidung. Warten Sie deshalb nicht darauf, dass Kunden von selbst bewerten, sondern fragen Sie aktiv nach.

So fragen Sie nach

Am besten direkt nach einem erfolgreichen Auftrag, persönlich oder per kurzer Nachricht. Google selbst schlägt vor, Kunden einen Link oder einen QR-Code zum Bewerten zu geben.[3] Der QR-Code passt zum Beispiel gut auf Rechnung oder Visitenkarte.

Auf jede Bewertung antworten

Mit Antworten zeigen Sie laut Google, dass Sie das Feedback Ihrer Kunden schätzen, und hilfreiche Antworten können dazu beitragen, dass Sie sich von der Konkurrenz abheben.[1] Aus unserer Erfahrung überzeugt ein sachlicher Umgang mit Kritik oft mehr als eine makellose Fünf-Sterne-Liste.

Finger weg von gekauften Bewertungen

Rezensionen, für die bezahlt wurde oder die keiner echten Erfahrung entsprechen, sind bei Google nicht zulässig und werden entfernt.[4] Auch Rabatte oder kostenlose Leistungen im Tausch gegen Bewertungen gelten als gefälschte Interaktionen und sind verboten.[3] In Deutschland ist es gegenüber Verbrauchern zudem stets unzulässig, gefälschte Bewertungen zu übermitteln oder in Auftrag zu geben.[5]

Einträge in Verzeichnissen

Neben Google gibt es weitere Plattformen, auf denen Kunden nach Betrieben suchen. Einheitliche Einträge dort helfen Ihren Kunden und sorgen dafür, dass überall dieselben Daten stehen.

Apple Maps (Apple Business Connect)
iPhone, Siri, Karten-App
Bing Places
Bing und Dienste, die Bing nutzen
Das Örtliche, Gelbe Seiten
klassische Branchenbücher
Branchenportale
z. B. Kammern, Innungen, Arztportale

Aus unserer Erfahrung gilt dabei: Qualität vor Menge. Wenige vollständige und einheitliche Einträge sind wertvoller als viele automatisch angelegte.

Häufige Fehler

  • Zusätze im Firmennamen, etwa „Muster-Elektrik Elektriker Mannheim Notdienst". Google erlaubt keine unnötigen Zusätze wie Leistungen oder Standortangaben im Namen, bei Verstößen kann das Profil gesperrt werden.[2]
  • Unterschiedliche Telefonnummern oder Schreibweisen der Adresse auf Website und Profilen.
  • Mehrere Profile für denselben Standort. Google sieht pro Standort nur ein Profil vor.[2]
  • Virtuelle Büros oder Postfächer als Adresse. Dafür kann laut Google kein Unternehmensprofil erstellt werden.[2]
  • Ein Profil anlegen und danach nie wieder hineinschauen.
Lieber abgeben? SEO bei Velury Wir richten Ihr Unternehmensprofil ein, optimieren Ihre Website für lokale Suchen und zeigen Ihnen, wie Sie Bewertungen sammeln.

Wie lange lokales SEO dauert

Lokales SEO ist kein Schalter, aber auch kein Jahresprojekt. Zur groben Orientierung:

Bestätigung des Profils
je nach Verfahren Minuten bis Tage
Änderungen im Unternehmensprofil
meist nach wenigen Tagen sichtbar
Verbesserungen an der Website
oft einige Wochen bis Monate
Neue Bewertungen
wachsen mit jedem Auftrag

Erfahrungswerte aus unserer Praxis, keine Angaben von Google.

Wichtiger als Tempo ist Beständigkeit. Ein Profil, das über Monate gepflegt wird, bringt auf Dauer mehr als ein perfekt eingerichtetes Profil, um das sich danach niemand mehr kümmert.

Fazit

Beim lokalen SEO ist für die meisten Betriebe in der Region das Google-Unternehmensprofil der schnellste Hebel, die Website das Fundament und Bewertungen der Vertrauensbeweis. Wer alle drei ordentlich pflegt, braucht für lokales SEO oft kein Werbebudget.

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein, das Profil selbst ist kostenlos.[8] Ein besseres lokales Ranking lässt sich laut Google auch nicht gegen Bezahlung erreichen.[1] Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Anzeigen schalten.

Ich arbeite beim Kunden vor Ort. Muss meine Adresse öffentlich sein?

Nein. Wenn Sie Ihre Leistungen beim Kunden erbringen, legen Sie ein Einzugsgebiet fest und zeigen Ihre Geschäftsadresse laut Google nicht an, zum Beispiel wenn Sie von zu Hause aus arbeiten.[2]

Kann ich eine negative Bewertung löschen lassen?

Nur, wenn sie gegen die Google-Richtlinien verstößt, etwa weil sie keiner echten Erfahrung entspricht.[4] Dann können Sie die Bewertung bei Google melden.[9] In allen anderen Fällen ist eine sachliche Antwort der beste Weg.

Reicht das Profil, oder brauche ich trotzdem eine Website?

Das Profil bringt Sie in die Karte, die Website überzeugt danach. Außerdem nutzt Google Informationen von Ihrer Website, um Ihr Unternehmen einzuordnen.[2]

Quellen

Abgerufen am 26.09.2026. Einschätzungen ohne Quellenangabe beruhen auf unserer Projekterfahrung.

  1. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern. support.google.com
  2. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google. support.google.com
  3. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Tipps für mehr Rezensionen. support.google.com
  4. Google Maps-Hilfe: Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte. support.google.com
  5. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Anhang zu § 3 Abs. 3, Nr. 23c. gesetze-im-internet.de
  6. Google Search Central: Spamrichtlinien für die Google Websuche (Brückenseiten). developers.google.com
  7. Google Search Central: Strukturierte Daten für lokale Unternehmen (LocalBusiness). developers.google.com
  8. SumUp: Google Unternehmensprofil – kostenloses Marketing für Ihren Betrieb nutzen. sumup.com
  9. Google Maps-Hilfe: Inhalte melden oder korrigieren. support.google.com
Iven Krüger

Kümmert sich bei Velury um Websites, Gestaltung und Kundenprojekte, von der ersten Struktur bis zum fertigen Auftritt. Mehr über uns

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